Am 18.08.2007 starteten Franky und ich von der Esso-Tanke Scheeßel aus in Richtung Alpentörn 2007. Das Wetter spielte voll mit. Strahlend blauer Himmel begleitete uns während der gesamten Fahrt.
Am Abend des 18.08 erreichten wir unser erstes Quartier in Pforten. Nachdem wir uns gestärkt hatten fielen wir ziemlich groggi in die Federn. Nach einer doch kurzen Nacht und einer guten Stärkung am Morgen setzten wir unsere Fahrt in Richtung Österreich weiter fort. Nach einigen Kilometern überquerten wir die deutsch österreichische Grenze. Weiter ging es in Richtung Tiroler Alpen. Wir hatten wieder 1A Bikerwetter. Franky hatte für den 2. Tag unseres Törns wieder eine sehr schöne Strecke ausgearbeitet. Kurven über Kurven und eine wunderschöne Landschaft. Auf dem Hahnentennjoch trafen wir auf eine Motorradgruppe aus dem Raum Nordheide. Luggi, der in Galtür ein Bikerhotel betreibt, führte diese Gruppe auf einer Alpentour. Da wir für die Nacht noch kein Quartier gebucht hatten entschlossen wir uns kurzerhand uns bei Luggi einzubuchen. Bevor wir das Hotel aufsuchten rissen wir jedoch noch einiges an Kilometer ab um das schöne Österreich zu erforschen. Am Abend trafen wir dann in Galtür ein und bezogen zwei wunderschöne Zimmer mit viel Komfort. Unsere Dicken konnten wir in Luggi`s Garage unterstellen.
Von Galtür aus starteten wir in Richtung Italien. Über den Reschenpass ging die Reise hoch über mehrere Alpenpässe nach Madonna Campigilo. Auf Anhieb fanden wir ein Bikerhotel der Spitzenklasse. Noch am gleichen Nachmittag starteten wir an den Gardasee. Die Erwartungen an den Gardasee wurden leider nicht so recht erfüllt. Jedenfalls hatte ich für meine Person mehr vom Gardasee erwartet. Ohne Übertreibung kann ich sagen, dass ich noch nie solch schlechte Pizza wie dort gegessen habe. Da der Abend schon fortgeschritten war, entschlossen wir uns die Rückreise zum Hotel anzutreten. Bei völliger Dunkelheit und vom Regen begleitet trafen wir schließlich in unserem Quartier ein. Die Mopeds stellten wir in der Tiefgarage des Hauses ab und fuhren direkt aus der Garage mit einem gläsernen Fahrstuhl zu unseren Zimmern. Nobel, nobel. Nachdem wir wie die Engel geschlafen haben wartete am Morgen ein wirklich fürstliches Frühstück auf uns. Beim Frühstück entschlossen wir uns, wieder zum Gardasee zu fahren. Da musste es doch was geben, von dem alle Welt so schwärmt. Bei mäßigem Bikerwetter erreichten wir nach einer sehr schönen Fahrt den See. Wir entschlossen uns, den gesamten See einmal zu umfahren. Gesagt getan. Doch kaum losgefahren mussten wir feststellen, dass der Bikergott im Urlaub war. Sein Vertreter hielt offensichtlich Nichts vom Motorradfahren . Es schüttete wie aus Eimern, in den Tunneln rund um den See kam es immer wieder zu Staus. In Brescia steuerten wir einen großen Supermarkt an. Dort kaufte ich mir erst einmal neue Strümpfe und neue Stiefel den ich hatte ein mächtiges Fußbad. Bei MC Donalds stärkten und trockneten wir uns. Da wir die Faxen echt dicke hatten verzichteten wir auf die Weiterfahrt um den See. Wir steuerten auf dem direkten Wege unsere Unterkunft an. Nach einer heißen Dusche und einem Saunagang im Zimmerbad ließen wir uns im 5 ***** Restauant verwöhnen. während des Dinners entschlossen wir uns, am nächsten Morgen zurück nach Galtür zu fahren. Nach dem Frühstück fuhren wir bei bestem Wetter Richtung Österreich. Doch was währe eine Fahrt in den italienischen Alpen ohne das Stilfser Joch ? Antwort: Kein gelungener Alpentörn. Also gesagt getan. Wir kämpften uns bis an den Gipfel. 87 Kehren mussten durchfahren werden . Ich kann Euch sagen mit schweren Maschinen ist das kein Kinderteller. Aber oben angekommen wurden wir für unsere Mühe belohnt. Das Stilfser Joch ist ein Muss für jeden Biker. Nach einer kurzen Pause ging es auf der anderen Seite - Schweiz - wieder in Richtung Tal. Gegen die Auffahrt war es eine reine Erholungstour obwohl die Schweizer auch Alles fürs Bikerherz zu bieten hatten. Nach einer wunderschönen Fahrt durch die Schweiz trafen wir spät am Abend an der österreichischen Grenze ein und fuhren auf direktem Wege nach Galtür zu Luggi. Nachdem wir über Nacht unsere Kräfte gesammelt und am Morgen ausreichend gefrühstückt hatten, ging es früh wieder los. Unser Ziel, der Klausenpass in der Schweiz. Franky hatte wieder eine schöne Tour ausgearbeitet. Sie führte uns auchdurch Lichtenstein. Na ja, Lichtenstein war in wenigen Augenblicken durchquert. Luggi hatte uns vorgewahrnt, der Klausen Pass hat es in sich. Die Gegend hatte es uns aber entlohnt. Es war jedoch sehr gewöhnungsbedürftig, die Schweizer halten nicht viel von Fahrbahnabsicherung. Die seitliche Begrenzung war wenn überhaupt nur mit einem Flatterband gesichert. Danach bis zu 2000 Meter in die Tiefe. Wenn Dir dort ein Bus oder LKW entgegenkommt, hilft nur noch - Spiegel einklappen -. Zurück ging es über den Oberalppass, Chur, Vaduz zurück nach Österreich. Kurz vor Galtür ging es dann noch über den Silvretta Pass. Auf der Passstraße mussten wir eine ca 5 Minuten Zwangspause einlegen. Ein Herde Rindviecher hatte die gesamte Straße eingenommen und ließ sich nicht bewegen, uns vorbeizulassen. Im Gegenteil, einige der Viecher wollten Freundschaft mit unseren Bik`s schließen. Nach über 500 Km Tagesritt kamen wir jedoch gesund und munter bei Luggi an. Am nächsten Morgen mussten wir leider die Heimreise antreten. Die Zeit war viel zu schnell vergangen. Über den Silvrettapass fuhren wir schweren Herzens Richtung deutsche Grenze. Wetter war wieder toll und wir donnert aus Zeitmangel auf der Autobahn Richtung Heimat. 30 Km vor dem Ziel setzte dann zu allem Überfuß noch einmal der Regen ein. Was solls, das Ziel war in Sicht und Regenklamotten für die letzten Kilometer überflüssig. Sumasumarum hatten wir in einer Woche über 3500 Km abgerissen und waren heil in der Heimat angekommen.Eines ist klar, 2008 kommt es zu einer Wiederholung.